Mit den Kindern ins Eisenbahnmuseum Partschins

Wir fahren mit der Eisenbahn!
oder
Ein verregneter Sonntag im Museum

Immer wieder sonntags… Die Kinder sind viel zu früh auf, wir Erwachsenen bleiben so lange liegen bis der eine den stillen Wettkampf gewinnt und der andere schließlich knurrend aufsteht und Frühstück macht (in diesem Fall Hannes…hihi…) Verschlafen oder ausgeschlafen versammeln wir uns eine Viertelstunde später dann alle am gedeckten Tisch, blicken aus dem Fenster und fragen uns: Was machen wir heute?

Letztens hatten wir wieder einmal genau diese Situation. Der Blick aus dem Fenster sagte uns außerdem: Sch…wetter… 🙁 Es regnete schon frühmorgens in Strömen und eigentlich wäre es der perfekte Tag zum Schlafen, Lesen und Nichtstun gewesen. Aber das sahen nur wir Erwachsenen so. Lina und David wollten Action. Die sie uns auch gleich in Form von lautstarkem Streiten demonstrierten. Das war aber noch zu viel für unsere erwachsenen und immer noch müden Ohren, deshalb wurden die Kampfhähne erstmal in ihre Zimmer verfrachtet. Wir: tief durchatmen und am nicht mehr sehr warmen Kaffee schlürfen. Nach einigem Diskutieren beschlossen wir schließlich den Vormittag zu Hause zu vertrödeln und am Nachmittag einen Ausflug in die nahe Eisenbahnwelt in Rabland zu machen. Nachdem sich die Kinder wieder beruhigt hatten, spielten sie doch tatsächlich ganz einträchtig mit ihrem Lego und wir Großen machten es uns tatsächlich auf der Couch gemütlich. So ließ ich mir das gefallen! Nach dem Mittagessen genehmigten wir uns noch eine kleine Fernseh-Mittagspause bevor wir uns schließlich aufrafften um ins Eisenbahnmuseum zu gehen.
Mit dem Auto fährt man eine gemütliche Viertelstunde von Meran nach Rabland, aber auch mit Zug und Bus ist das kleine Dorf ganz bequem zu erreichen. (Wir Umweltverschmutzer zogen aber wie meistens unseren eigenen fahrbaren Untersatz vor…) Und dann standen wir da: vor der größten Modelleisenbahnanlage Italiens! 1.000 m² Zug-Erlebnis auf 3 Etagen! 20.000 Stück Modelleisenbahnen! Und wir waren echt überwältigt. Die Kinder liefen schon voraus und bestaunten die beeindruckenden Miniaturlandschaften! Und es gab echt viel zu entdecken. Immer wieder schallte es von irgendwoher: „Schau mal Mama!!“ Für die Kinder besonders toll: die zahlreichen Druckknöpfe, die irgendwo einen Zug ins Rollen brachten oder etwas anderes in Bewegung setzten. Südtirol in Miniatur zu betrachten, war ein ganz besonderes Erlebnis für uns alle! Dass es hier regelmäßig hell und dunkel wird – also Tag und Nacht – sorgte für eine einmalige Atmosphäre! Als wir Erwachsenen noch die Phantasielandschaft „Mittelgebirge“ und die aktuelle Ausstellung zum Thema Bergrennen in Südtirol betrachteten, hatten David und Lina schon in der Kinderecke neue Freunde gefunden.
Nach ein paar Stunden im Museum beschlossen wir, uns noch einen heißen Kakao im angrenzenden Hotel Hanswirt zu genehmigen und anschließend fuhren wir gut gelaunt wieder nach Meran zurück. Es hat sich also echt gelohnt unsere Hintern von der Couch zu holen und ins Museum zu fahren! 😉

Foto: „Partschins1“ von WalberEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

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