Wanderung mit der Familie zum Partschinser Wasserfall

Wenn das Schöne liegt so nahe…
oder
Nur nicht ins Wasser…fallen!

Es gibt Sonntage, da zieht es uns nicht so weit hinaus, da bleiben wir auch gerne mal ganz in der Nähe von Meran. Kürzlich beispielsweise hatten wir schon unter der Woche keine großen Sonntagspläne geschmiedet. Als dann unser allerheiligster Familientag da war, die große Frage: „Was machen wir heute??“ Das Wetter war so lala und unsere Stimmung auch. Also lümmelten wir den halben Vormittag nur rum, bis wir uns endlich aufraffen konnten und beschlossen, einen nur kleinen Ausflug zum Partschiner Wasserfall zu machen.
Bis David und Lina endlich in einigermaßen warmen Jacken steckten („Mama, die Jacke mag ich niiiiicht, die ist grüüüün!!!“ -> Lina, „Wieso muss ich immer die blöde Jacke anziehen, da sieht man ja mein cooles Shirt gar nicht!!“ -> David), ich genug Essen und Trinken eingepackt und Hannes zum 3. Mal kontrolliert hatte, ob nur ja alle Fenster zu waren, verging wieder ein halbes Stündchen. Aber dann endlich los. War ja nicht weit. Bis nach Partschins, das oberhalb von Algund liegt, sind es etwa 15 Minuten, je nach Verkehrslage. Weil wir an dem Tag wirklich nicht so viel Lust auf viel Wandern hatten und die Kinder genau wie wir nicht die beste Laune an den Tag legten, fuhren wir quer durchs Dorf steil bergauf in Richtung Wasserfall. Eigentlich hätte man bis praktisch direkt an den Wasserfall fahren können, aber ein bisschen Bewegung tat uns schließlich allen gut. Man hätte auch über die Tal- oder Bergstation der Texelbahn zum Wasserfall gelangen können, oder aber von Algund aus über Mitter- und Oberplars. Das war uns aber einfach zu weit, eben aus obengenannten Gründen.
Also parkten wir beim Gasthof Birkenwald und liefen in gemächlichem Tempo auf Weg Nr. 8 los. Und weil Wald immer auch viel Abenteuer für Kinder bedeutet, hob sich unsere Stimmung, während wir Stöcke und bunte Blätter sammelten, Käfer beobachteten und sogar einzelne Tierknochen fanden. Da war die halbe Stunde bis zum Gasthaus Wasserfall dann doch viel zu schnell vorbei. Bevor wir uns dort aber Kaffee, heißen Kakao und Kuchen gönnten, stiegen wir noch den kurzen Weg bis direkt an den Wasserfall hoch. Dort, wo einem das Wasser praktisch ins Gesicht spritzt, ist es für die kleinen Abenteurer natürlich besonders spannend und ihre Fragen, was denn passieren würde, wenn sie da runter springen würden, machten uns Großen eher Angst als dass sie uns amüsierten, daher traten wir auch bald den Rückweg zum verdienten Nachmittagskaffee an. Nachdem wir uns aufgewärmt und gestärkt, und David und Lina Trampolin, Rutsche und Schaukel ausprobiert hatten, machten wir uns auf zurück zu unserem Auto. Die Wette, wer denn schneller da wäre, verloren wir Erwachsenen zwar haushoch, dafür ersparte sie uns das befürchtete Gejammer. Mit roten Backen und viel getankter Frischluft kamen wir wieder daheim in Meran an und lümmelten uns – pädagogisch so gar nicht wertvoll – vor den Fernseher… 😉

Foto von Markus Rungg. Das Original wurde von Markus.rungg in der Wikipedia auf Deutsch hochgeladen [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

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